Fernsprechklassik - Kleiner Prüfschrank 29, funktionstüchtig

FERNSPRECHKLASSIK

Prüfschrank 29o

m

Tischapparat W48

I. W48

- Infos zum W48

- Grundplatte aufarbeiten (W48)

- Aufarbeitung W48 m. T., 1951

- W48 von 1995

- Kurzportrait W49 (TiWa)

II. Nummernschalter

a. Nummernschalter 24 + 30

(Einstell-/Schmiervorschriften)

b. Nummernschalter 38

- Überholung eines NrSch. 38
- Zerlegung | Zusammenbau

- Probleme | Fehler
- Impuls- oder Tonwahl?

Besonderheit:

- "Merk-Nummernschalter"

III. Tischapparat OB05

- Infoseite zum OB05
- Bauschaltplan OB05

IV. W28

V.I Reparaturservice|Verkäufe

VI.I Teileangebote

VII. Hersteller Kurzzeichen

VIII. PDF - Download:

a. Zum Thema N30

- Montage Nummerschalter 30

- Einstell u. Schmiervorschriften

für N30 (S&H)

- Einstell- u. Schmiervorschriften

für N30 (Fa. Bosse)

b. Zum Thema N38

- Montage Nummernschalter 38

- Details Fliehkraftregler

(Abb. als PDF)

- Nummernschalter-Probleme (PDF)

c. Zum Thema

"Schalt-|Stromlaufpläne" für:

  - Tischapparat ZB04

 S. & H. | Zw. & Co |

 PDF - 3 Seiten

  - Tischapparat ZB06

  PDF - 3 Seiten

  - ZB SA 19 | PDF - 5 Seiten

  - ZB SA 24 | PDF - 2 Seiten

d. Thema Bakelitpflege

- Reinigen und Konservieren

- MPAD-Zeichen

Fotos vom Tischfernsprecher OB 05
(Letzte Aktualisierung März 2012)

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Abb. 1:

OB_05_horcher02_400.jpg (19891 Byte)

Der Tischfernsprecher OB 05. Das abgebildete Modell stammt aus dem Jahr 1907.

Abb. 2:

OB_05_Horcher_innen5_400.jpg (14673 Byte)

Doppelspulenwecker, zwei Klöppel, eine Weckerschale auf Metallplatte.

Darunter: Induktionsspule älterer Bauart mit Holzklötzchen an den Stirnseiten.

Abb. 3:

Sicht auf den Holzdeckel mit Gabel und Handapparat.

Handapparat ohne Prägung ZB06 auf Fernhörergehäuse. Aufdruck auf den magnetischen Ringscheiben im Fernhörer 2x100 Ohm lässt auf HA-Modell M 03, Betriebsart OB, schließen. Somit ist das wohl nicht der Originalhandapparat, denn der OB 05 wurde meines Wissens mit dem Handapparat ZB06 ausgestattet. Dieser besaß 2x30 Ohm, Betriebsart ZB. Wobei dieses nach ca. 100 Jahren nur Vermutungen sein können. Vielleicht sind aufgrund von Beschädigungen auch nur Einzelteile des Handapparates getauscht worden.

Abb. 4:

Holzdeckel abgenommen. Kontaktsatz bzw. -leiste ist sichtbar.

Der Gabelumschalter mit dem Kontaktfedersatz befindet sich unter dem hölzernen Deckel.

Abb. 5:

Fernhörer zerlegt. Defekte Magnetspulen.

Diese Abbildung zeigt die Einzelteile des Fernhörers:

3 magnetische, halbkreisförmige Ringscheiben mit Befestigungsschrauben. Dabei ist auf die richtige Polung der Ringscheiben zu achten!

2 miteinander über die Wicklungen verbundene Spulen. Auf dem Foto ist deutlich zu erkennen, dass diese Verbindungen leider zerstört sind. Die Wicklungsenden beider Spulen werden an die Kontaktstifte gelötet (oben im Bild).

Die beiden Kontaktstifte (Lötösen) werden in einer Halterung arretiert. Diese wird innen im Messinggehäuse auf den Gehäuseboden aufgeschraubt. Üblicherweise wird darunter ein kleines Isolierplättchen gelegt, das hier leider auch fehlt. Auf der Halterung befinden sich Schraubklemmen für die beiden Fernhöreradern der HA-Schnur. Die Schrauben enden in den Sockeln der Lötösen und somit wird der Kontakt zu den Magnetspulen hergestellt.

Rechts oben im Bild ist die Hörmuschel zu sehen. Sie besteht aus Hartgummi. Darin ist mittels eines Metallrings die Membrane eingespannt. Der Abstand zwischen den Polschuhen und dieser Membrane sollte 0,7 bis 1,2 mm betragen. Damit sich dieser Abstand nicht verändert, nachdem die richtige Lautstärke eingestellt ist, befindet sich auf dem Außengewinde ein Stellring. Diesen verdreht man und arretiert damit die aufgeschraubte Hörmuschel in der optimalen Lautstärkeposition. Abschließend befestigt man noch außen die Schraube, die den Stellring fixieren soll.

Abb.:

Innenleben des OB 05 nach Einbau Übertrager und Kondensator

Diese Abbildung zeigt Teile des Innenlebens des OB 05.
Der eingebaute Übertrager ist aus den im Kapitel "Tischfernsprecher OB 05" beschriebenen technischen Gründen natürlich neuerer Bauart.

Erkennbar ist auch der Kurbelinduktor (M04). Dieser Induktor kann in beide Richtungen gedreht werden. In diesem Fernsprecher ist er aber aus dem Stromlauf herausgenommen. Die Wechselstromspannungen würden bei Betätigung der Kurbeln allemal ausreichen, die Telefonanlage zu zerstören. In der Literatur werden für drei bis vier Kurbelumdrehungen pro Sekunde Werte von 30 bis 40 V angegeben. (Vgl. dazu: Apparattechnik, Fachschriftenreihe der Deutschen Post, Fachbuchverlag Leipzig 1955, S. 58)
Fachleute versicherten mir, dass sogar Spitzen von 60 bis 80 Volt möglich waren. Danach veranstalteten wohl Fernmeldetechniker "Wettbewerbe", bei welcher Spannungsstärke sie schließlich doch die Hand bzw. die Finger von den Kontakten wegzogen.

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Der Kondensator wurde nachträglich eingebaut.

Die Verdrahtung für den Umbau (Einschleifen des Kondensators und der Spule) wurde so weit wie möglich in den vorhandenen Kabelbaum integriert. Der Kondensator hat aus "historischen Gründen" 2µ und ist mit einem Tropfen Heißkleber am Induktor befestigt. Der Einbau eines 1µ-Kondensators, wie er z. B. in einem W48 Verwendung findet, ist aber auch möglich.