Prüfschrank 29 aus dem Jahr 1934

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FERNSPRECHKLASSIK

H O M E

 Thema der Seite:
"Die Entwicklung der Fernsprechapparate"
von 1900 bis ca. 1960

I. W48

- Infos zum W48

- Grundplatte aufarbeiten (W48)

- Aufarbeitung W48, 1951 m. T.

- W48 von 1995

- Kurzportrait W49 (TiWa)

II. Nummernschalter

a. Nummernschalter 24 + 30

(Einstell-/Schmiervorschriften)

b. Nummernschalter 38

- Zerlegung | Zusammenbau
- Probleme | Fehler
- Impuls- oder Tonwahl?

Besonderheit:

- "Merk-Schalter"

III.Tischapparat OB05

- Infoseite zum OB05
- Bauschaltplan OB05

IV. W28

V. Reparaturservice|Verkäufe

VI. Teileangebote

VII. Hersteller Kurzzeichen

VIII. PDF - Download:

a. Zum Thema N30

- Montage Nummerschalter 30

- Einstell u. Schmiervorschriften

für N30 (S&H)

- Einstell- u. Schmiervorschriften

für N30 (Fa. Bosse)

b. Zum Thema N38

- Montage Nummernschalter 38

- Details Fliehkraftregler

(Abb. als PDF)

- Nummernschalter-Probleme (PDF)

c. Zum Thema

"Schalt-|Stromlaufpläne" für:

- Tischapparat ZB04

S. & H. | Zw. & Co |

PDF - 3 Seiten

- Tischapparat ZB06

PDF - 3 Seiten

- ZB SA 19 | PDF - 5 Seiten

- ZB SA 24 | PDF - 2 Seiten

Die Seite ist in Bearbeitung | (Stand: April 2018)

Abschnitte auf dieser Seite: 1900 - 1918 |  1919 - 1945 | 1945 - 1960

Von 1900 bis 1918

Der Fernsprechapparat OB 05 wurde ab 1899 gebaut, stetig weiterentwickelt und verbessert.

Einige seiner Merkmale:

  •  Metallkasten mit quadratischer Vorder- und Rückseite, mit und ohne Reichsadler, schwarz lackiert, ggf. mit goldenen Zierstreifen und/oder  Metallgittern vorn und hinten.

  •  Grundplatte aus Holz, gedrechselt, schwarz lackiert, Schnuröffnungen je eine vorn und hinten, in der Grundplatte unten Klemmleiste für Handapparat und Anschlussschnur zum Beikasten

  •  Abdeckung oben als Holzplatte, gedrechselt, schwarz lackiert mit Herstellungsprägungen und Rahmen für Einlegeschildchen; darunter Kontaktfedern, Kontaktauslösung über Gabel | Gabelachse mit Feder,
    Material Nickel verchromt.

  •  Metallabdeckplatte mit Schaltplan unter dem Apparat; bei Abnahme dieser Abdeckung wird die Klemmleiste sichtbar.

  •  Kurbelinduktor mit zwei Kurbeln (fehlen hier)

  •  Doppelspulen-Wecker mit einer Weckerschale, zwei Klöppel

  •  OB Induktionsspule, alte Bauart oder 'neue' Bauart, OB20

  •  Vorgänger des OB05 war der "M99"

  •  Handapparat Modell ZB 06, Hartgummigriff | auch: schwarz gebeiztes poliertes Holz, verchromte Nickeldosen für Fernhörer und Mikrofonteil

  •  Lautverstärkung mittels Taste | Knopf im Handapparat
    (Kurzschluss der sekundären Wicklung der Induktionsspule)

OB05 aus dem Jahr 1907

Bild 1

Preußischer OB05 mit Reichsadler

Fernsprechklassik | OB05 ohne Reichsadler, 1xInduktorkurbel, Ziergitter, Einsprachehörnchen

Bild 2

OB05 Tischapparat

Material der Gabel: Nickel verchromt

Schaltpläne | Bausschaltpläne | Stromlaufpläne für OB05 und ZB05

Fernsprechklassik - OB05 mit eingebautem Nummernschalter; Original?

Bild 3

OB05 Tischapparat (Umbau)

mit Nummernschalter,

Handapparat W24

(Kundenapparat)

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Von 1919 bis 1945

ZB/SA 19 (Bild 4)
Dieses Modell wurde schon 1911 entwickelt, aber erst nach Beendigung des
I. Weltkrieges ab 1919 in Serie hergestellt.

Zu seinen Merkmale zählen:
Stabiles, aus dicken Platten gepresstes Metallgehäuse, schwarz lackiert. Verchromte Nickeldosen für Fernhörer, Mikrofonteil; Gabel Nickel verchromt, Fingerlochscheibe vernickelt; zwei Weckerschalen auf der Geräterückseite außen.

Der Nummernschalter des hier abgebildeten Apparates wurde von Mix&Genest hergestellt.

Konglomerat aus Teilen eines ZB/SA 19 und 24 (Bild 5)

ZB/SA 24 (Bilder 6a und 6b unter diesem Absatz)
Der ZB/SA 24 wurde dann etwas kleiner und leichter produziert. Die Materialien waren nicht mehr so "wertig" wie beim ZB/SA19. So war das Metallgehäuse dünner; die ehemals Chrom- und Aluminiumteile wurden durch Zinn-Zink-Legierungen ersetzt. Das Einsprachehörnchen entfiel, weil es zu leicht beschädigt wurde. Statt dessen gab es aus hygienischen Gründen eine kugelförmige Metalleinsprache mit Löchern. Auch besaß der Handapparat eine etwas andere Form bzw. Bauweise. Die Weckerschalen sind beim ZB/SA 24 im Apparateinneren unten eingebaut. Man muss die Abdeckplatte unter dem Gehäuse öffnen, um bei Bedarf die Glocken einzustellen. Hier findet sich auch die Klemmleiste sowohl für die Handapparate- als auch für die Anschlussschnur.
(Weiterführende Informationen zu W19 und W24)

Bild 6a:

Bild 6b:

Vorder- und Rückansicht
eines ZB/SA 24 (W24)

Anmerkung zu den Bezeichnungen ZB/SA:

Im Inhaltsverzeichnis der "Schaltbilder für Sprechstelleneinrichtungen der Deutschen Bundespost"(1) findet sich am Anfang folgende Bemerkung: "Aus drucktechnischen Gründen mußte die Berichtigung der Bezeichnung SA in W innerhalb der Schaltbilder entfallen". Im dann folgenden Inhaltsverzeichnis werden ausschließlich die Bezeichnungen W 19 oder W 24 für die entsprechenden Apparate verwendet. Einzig ein W 19 (für die Anschließung besonderer Wecker hergerichtet), trägt vorangestellt darin noch den Zusatz ZB: ZB/W 19. Ebenso werden in dem Fachbuch "Apparattechnik", Leipzig 1955,
Ss. 72 - 76(2), die Bezeichnungen W 19 F | W 24 F verwendet.

(1) Quelle: "Schaltbilder für Sprechstelleneinrichtungen der Deutschen Bundespost", S. I, Teil 1: Nachdruck der RPZ-Ausgabe-ZB-1936, Fernmeldetechnisches Zentralamt (Hrsg.), 1952
(2) Quelle: "Apparattechnik", Fachschriftenreihe der Deutschen Post, Autorenkollektiv, Fachbuchverlag Leipzig 1955

Fernsprechklassik | ZBSA19 Tischappart, Rückfrage, Mix und Genest

Bild 4

ZB/SA 19 Rückfrageapparat (Fragment) Das Einsprachehörnchen und die Klemmenabdeckung auf dem Mikrofonteil fehlen; HA Typ ZB06 mit Einhängeöse für Wandstation

ZBSA24 Tischapparat

Bild 5
Aus Teilen eines ZB/SA 19 + 24 zusammengebauter Apparat - HA Typ ZB06 aber mit hygienischer Einsprache
(seit 1924), Gabel und -träger vom
ZB/SA 24 |  Klemmenabdeckung auf Mikrofondose oben ausl. Herstellung | Gehäuse mit außenliegenden Weckerschalen vom ZBSA 19

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W28 Tischapparat mit Taste (Bilder 7, 8a , 8b)

Stromlauf- und Schaltpläne für W28 Fernsprechapparate (PDF)
(Dazu und weitere Informationen zum W28 finden sich in Kapitel
IV des Inhaltsverzeichnisses zum Thema: W28)

®* Stromlauf, Tischapparate W28

®* Stromlauf, Tischapparate W28 mit Erdtaste
®* Stromlauf, Tisch- und Wandapparate mit Erdtaste
®* Stromlauf, Tischapparate W28a
®* Stromlauf, Vereinfachte Sprechstellenschaltung für W28a und W28
®* Stromlauf- und Schaltplan für W28 Apparate mit veränderbarer Nachbildung (Na. v. durch Zusatzkondensator 0,3µ)
®* Stromlauf- und Schaltplan für W28 Tischapparate Na. v. mit Erdtaste
®* Stromlauf- und Schaltplan für W28 Tischapparate Na. v. mit Schauzeichen
®* Stromlauf- und Schaltplan für W28 Tischapparate Na. v. mit Schauzeichen und Erdtaste
®* Stromlauf- und Schaltplan für W28a Tischapparate Na. v.
®* Stromlauf- und Schaltplan für W28a Tischapparate Na. v. mit Erdtaste
®* Stromlauf- und Schaltplan für W28a Tischapparate Na. v. mit Schauzeichen
®* Stromlauf- und Schaltplan für W28a Tischapparate Na. v. mit Schauzeichen und Erdtaste

Quelle:

"Schaltbilder für Sprechstelleneinrichtungen der deutschen Bundespost",
Teil 1: Nachdruck der RPZ-Ausgabe-ZB-1936, Fernmeldetechnisches Zentralamt (Hrsg.), 1952

Bild 7

W28, Tischapparat, schwarz, Fingerlochscheibe vernickelt

Bild 8a | 'Siemens & Halske'

Bild 8b | 'Siemens'

W28 Wandapparat mit Taste (Bild 9)

®* Stromlauf, Wandapparat W28

W28 Wandapparat, mit Taste
Bild 9

W28, Wandapparat, mit Taste,

Fingerlochscheibe Pressstoff

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W38 Wandapparat mit Taste (Bild 10)

®* Stromlauf und Schaltplan, Wandapparat W38 mit Erdtaste

W38 Wandapparat von Siemens&Halske, mit Taste

Bild 10

W38, Wandapparat mit Taste

Gehäusefarbe schwarz

Herst. Siemens&Halske

W38 Tischapparat mit Taste (Bild 11)

®* Stromlauf und Schaltplan, Tischapparat W38

®* Stromlauf und Schaltplan, Tischapparat W38 (DDR)

®* Stromlauf und Schaltplan, Tischapparat W38 mit Erdtaste

®* Stromlauf und Schaltplan, Tischapparat W38 mit Erdtaste (Siemens&Halske)

Bild 11

W38, Tischapparat mit Taste

Gehäuse u. Gabel dunkelbraun,

Herst. Siemens&Halske

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Von 1945 bis 1960

W48 Tischapparat (Bild 12)

Bauart: W48 (Weiterentwicklung der Baureihe W38 mit Modifizierung einiger weniger Bauteile, z.B. wurde die zweiteilige Einsprache durch einteilige glatte Einsprache ersetzt; die aufwändige Schaltung des W38 wurde vereinfacht.)**

®* Schaltplan für einen Tischapparat W48 mit Erd- und Flackertaste

Bauart: W48a

®* Schaltplan für einen Tischapparat W48a mit Erd- und Flackertaste

®* Schaltplan für einen Tischapparat W48a mit eingebautem Schauzeichen

®* Schaltplan für einen Tischapparat W48a mit Erd- und Flackertaste und eingebautem Schauzeichen

Bild 12

W48 Tischapparat

TiWa 49, Tisch- und Wandapparat (Bild 13)

Bauart: W49 (Tisch- und Wandapparat - "TiWa" - eine Variante des W48)

Wandapparate wurden nicht so häufig nachgefragt, als das deren Herstellung und Bevorratung wirtschaftlich genug gewesen wären. Auf der Grundlage dieser Annahme entschloss man sich einen Apparat zu konstruieren, bei dem der Kunde die Optionen sowohl für ein Tisch- als auch für ein wandhängendes Modell besaß. So kann der W49 durch einfachen Umbau vom Tisch- in einen Wandapparat verändert werden.**

** Vgl. dazu auch "Telefone 1863 - 2000", Museumsstiftung Post und Telekommunikation 2001, Hrsg. Christel Jörges u. Helmut Gold,
ISBN 3-926318-89-9, S. 144 ff.

Bild 13

W49 mit Taste als Wandapparat

"Trommelwähler" (Bild 14)

Der "Trommelwähler" wurde am Anfang der 1950er Jahre von Siemens&Halske konstruiert und gebaut. Diesen Apparat gibt es in verschiedenen Farben und Materialien. Wie auch bei anderen späteren Telefonen spielte jetzt bei der Konstruktion des Trommelwählers ein gelungenes Design und eine gute Ergonomie eine wichtige Rolle. Sowohl für Links- als auch für Rechtshänder sollte die Bedienung gleichermaßen einfach sein. Das wurde durch den senkrechten Aufzug und den über der Wähltrommel positionierten Hörer erreicht. Allerdings setzte sich dieser Apparat nicht durch. Bedingt durch die Aufzugsart des Schalters und die Form der Fingermulden gab es zu viele Falschwahlen. Auch die Tastenausführung (ab 1954) dieses Apparates brachte nicht den gewünschten Erfolg. Der Trommelwähler wurde kein Standardapparat, sondern er wurde nur als Nebenstellenapparat zugelassen.

Bild 14

"Trommelwähler" mit Taste,

elfenbein, Herst. Siemens&Halske

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